Rübezahl (2010)

Die Bildhauerin Regine Nölken lädt in ihr Atelier am Rübezahlplatz immer wieder Künstler zu Ausstellungen ein. Susanne Maaß interessieren die Sagengestalt Rübezahl, der sie in ihrer Kindheit begegnete, sowie die Menschen an diesem Ort. Mittelpunkt einer Rauminstallation, die den Ateliercharakter berücksichtigt, ist eine Figur des 16. Jahrhunderts, übertragen in verschiedene Medien. Es wird ein Bezug zum Stadtteil hergestellt, der entstand, um schlesischen Flüchtlingen eine Heimat zu bieten.

Heute haben 40% der Bewohner des Viertels einen Migrationshintergrund: vom Nahen Osten über Afghanistan und Afrika bis Vietnam. Teil der Ausstellung sind „Rübezahl- Filme“ der 50er Jahren und 80er Jahre, Gesprächskreise zur kulturellen Identität, die Rolle von Märchen und Sagen und über Möglichkeiten mit Stadtgestalt und künstlerischer Arbeit soziale Integration und Identität anzustoßen.